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Was ist Gülle?

Erschienen am 22.11.2016
Osnabrück (dpa) - Gülle wird von Landwirten genutzt, um Pflanzen auf den Feldern nötige Nährstoffe zum Wachsen zu liefern. Sie ist eine Alternative zum industriell hergestellten Dünger. Gülle ist eine Mischung aus Kot und Harn etwa von Schweinen, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erklärt. Zum größten Teil besteht der Stoff aus Wasser mit gelösten Nährstoffen, organischen Substanzen und Mineralstoffen.

Gülle stinkt. Aber warum? Gülle setzt die Gase Kohlenstoffdioxid, Ammoniak und Schwefelwasserstoff frei. Besonders das Letztgenannte hat einen für die meisten Menschen unangenehmen Geruch.

Nach dem Gesetz darf auch nur so viel Gülle auf dem Feld ausgebracht werden, wie die Pflanzen an Nährstoffen aufnehmen können. Gülle ist im Nährstoff-Kreislauf in der Landwirtschaft das Element, das Ackerbau und Viehzüchter miteinander verbindet. Über das Futter landen die Nährstoffe wieder beim Tier.

Aus dem Ruder gerät der Kreislauf dann, wenn große Mastbetriebe viel Gülle produzieren, für die es nicht genug Abnehmer gibt. Zu viel Gülle, also eine Überdüngung der Böden, ist ein Problem für das Grundwasser. Eine hohe Nitratbelastung ist dafür ein Alarmzeichen.
Deswegen sehen etwa Umweltschützer auch den Import von Gülle kritisch, zum Beispiel aus den Niederlanden.