Vogelgrippe: Knapp 9000 Gänse in Schleswig-Holstein vor Tötung - Spiegel Landtechnik GmbH

Willkommen auf den Seiten von Spiegel Landtechnik GmbH

Vogelgrippe: Knapp 9000 Gänse in Schleswig-Holstein vor Tötung

Erschienen am 22.11.2016
In Schleswig-Holstein wollen die Behörden knapp 9000 Gänse töten. Die Vogelgrippe breitet sich immer mehr aus. Ein Ende der Epidemie ist nicht in Sicht.

Kiel (dpa) - In Schleswig-Holstein wird wegen der Geflügelpest die Tötung von insgesamt 8800 Gänsen vorbereitet. An zwei Standorten eines Geflügel-Betriebes im Kreis Dithmarschen sind nach Angaben des Umweltministeriums in Kiel Vogelgrippe-Viren bei den Tieren festgestellt worden. Die Aktion könne frühestens am Dienstag beginnen, sagte ein Kreissprecher am Sonntag. «Wir sind in Kontakt mit Fachleuten, die eine entsprechende Keulung durchführen können», sagte er. Die Tötung solle vor Ort stattfinden.

Am Montag (21.11.) tritt wegen der Geflügelpest eine Eilverordnung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in Kraft. Dann müssen auch kleinere Betriebe Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Die Behörden in Schleswig-Holstein sperrten die verseuchten Standorte am Samstagabend ab. Die Feuerwehr baute an einem der Ställe Fahrzeugschleusen mit Desinfektionsmittel auf, wie der Kreissprecher sagte. Bislang ist nach Ministeriumsangaben noch unklar, ob es sich um den hochpathogenen Erreger H5N8 handelt. Weitere Untersuchungen beim Friedrich-Löffler-Institut liefen bereits. Die Tötung soll aber in jedem Fall stattfinden.

Erst vor einer Woche hatten 30 000 Hühner in einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung in Grumby nahe Schleswig getötet werden müssen.

In Deutschland wurde die H5N8-Variante der aktuellen Epidemie erstmals am 8. November nachgewiesen. Seitdem sind in 10 Bundesländern infizierte Wildvögel gefunden worden.
In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind auch Betriebe betroffen. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel.

Eine Ende der Epidemie ist bislang nicht in Sicht. Am Sonntag teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit, dass das Virus nun auch in Nürnberg, Ingolstadt und sechs Landkreisen bei Wildvögeln nachgewiesen wurde. In Bayern gilt seit Freitag eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel.

In Mecklenburg-Vorpommern stellten die Behörden am Wochenende zwei weitere Vogelgrippefälle bei Nutztierhaltern fest. Wie der Kreis Vorpommern-Rügen am Sonntag mitteilte, handelt es sich um kleinere Bestände, in denen der Erreger H5N8 festgestellt wurde.