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Thüringen zahlt als erstes Bundesland Prämie für Schafe

Erschienen am 28.12.2018
Thüringen wird die vielfach in ihrer beruflichen Existenz gefährdeten Schäfer von Januar 2019 an finanziell unterstützen. Als erstes Bundesland zahle der Freistaat eine Jahresprämie von 25 Euro pro Schaf und Ziege, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Mittwoch in Erfurt. Die «Schazi (Schaf-Ziegen)-Prämie» getaufte Förderung solle helfen, die Schafbestände, die wichtig für die Landschaftspflege seien, zu stabilisieren. «Wir versuchen, da ein Signal auch für den Bund zu setzen.» Eine Förderung wäre auch seine Aufgabe, so die Grünen-Politikerin.

Nach Angaben des Thüringer Schafzüchterverbandes hat sich der Schafbestand allein in Thüringen seit 2004 halbiert - auf etwa 120 000 Tiere. Die Schafhaltung rechne sich in Thüringen, aber auch den anderen Bundesländern finanziell kaum noch.

Wegen EU-Regelungen könnten allerdings maximal 5000 Euro pro Jahr pro Schäfer ausgezahlt werden, unabhängig wie viele Schafe er hält, sagte Siegesmund. Sie führe Gespräche mit Brüssel, mit dem Ziel, den Jahresbetrag pro Schäfer auf 10 000 Euro zu verdoppeln.

Nach Angaben von Siegesmund können Anträge auf diese Weidetierprämie bis Ende März gestellt werden. Mit der Auszahlung der Förderung sei bis September zu rechnen. Das Geld dafür sei im Landeshaushalt vorhanden.

Nach früheren Angaben des Schafzüchterverbandes gibt es in Thüringen nur noch etwa 180 Betriebe im Haupt- und Nebenerwerb, die zwischen 100 und mehr als 1000 Schafen halten.