Stallpflicht für alle Geflügelhalter in Uckermark und im Barnim - Spiegel Landtechnik GmbH

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Stallpflicht für alle Geflügelhalter in Uckermark und im Barnim

Erschienen am 14.11.2016
Auch wenn es in Brandenburg nach wie vor keinen Verdachtsfall auf Vogelgrippe gibt, wird über die generelle Stallpflicht nachgedacht.
Als erste Kreise reagieren jetzt die Uckermark und der Barnim.

Prenzlau/Eberswalde (dpa/bb) - In der Uckermark und im Barnim gilt ab spätestens Mittwoch generelle Stallpflicht für alle Geflügelhalter.
Das teilten die zuständigen Amtstierärzte am Montag mit. Die Nähe zu nachgewiesenen Vogelgrippe-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Stettiner Raum lege diesen Schritt jetzt nahe, hieß es.

Nach wie vor gebe es in Brandenburg keinen H5N8-Verdachtsfall oder einen Nachweis des hochansteckenden Erregers. Ein Vogelsterben sei nach wie vor nicht beobachtet worden, obwohl vereinzelt tote Wildvögel entdeckt worden seien, erklärte ein Sprecher des zuständigen märkischen Verbraucherschutzministeriums.

Am vergangenen Freitag hatte Brandenburg eine Stallpflicht in unmittelbarer Nähe von Risikogebieten wie die Peitzer Teichlandschaft
(Spree-Neiße) oder den Nationalpark Unteres Odertal erlassen. Bis Dienstagmorgen sollen alle Landkreise und kreisfreien Städte ihre Risikogebiete dem Verbraucherschutzministerium melden. Den Kommunen stehe es jedoch frei, wie die Uckermark und der Barnim eine generelle Stallpflicht zu verhängen, so der Ministeriumssprecher. «Generell zeichnet sich ab, dass der gesamte Brandenburger Norden die komplette Stallpflicht demnächst erlässt», sagte Landestierarzt Stephan Nickisch der Deutschen Presse-Agentur.

Unterdessen sind 30 000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung bei Schleswig (Schleswig-Holstein) getötet worden.
In dem Bestand war die aggressive H5N8-Variante nachgewiesen worden, die seit einiger Zeit unter Wildvögeln kursiert. Der Zuchtbetrieb für Bruteier ist bundesweit die erste Massentierhaltung, die von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie betroffen ist.

In Mecklenburg-Vorpommern greift die Geflügelpest offenbar auf immer mehr Wildvögel über, hat große Nutztierbestände im Land bislang aber verschont. «Auch wenn die Lage hierzulande aktuell noch überschaubar ist, müssen wir auf das Schlimmste vorbereitet sein», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag.
Die Ereignisse in Schleswig-Holstein zeigten, welche Dimension die Seuche über Nacht annehmen könne.