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So klappt der Einkauf ohne Plastik

Erschienen am 28.05.2018
Berlin (dpa/tmn) - Gerade im Supermarkt fällt auf, wie viel Plastik nur einmal genutzt und dann entsorgt wird. Es geht in vielen Fällen aber auch anders:

- Stofftasche: Statt umweltschädlicher Plastiktüten bieten viele Händler Beutel aus Papier, Mais oder Zuckerrohr an. Das sind keine echten Alternativen, betont das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Zwar verrotten sie schneller als Plastik, doch in ihrem Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung setzen auch die Alternativen viele klimaschädliche Gase frei.

Daher lautet der Rat: besser den eigenen Stoffbeutel zum Einkaufen mitbringen. Und wenn der mal vergessen wird, dann ist am ehesten der Griff zu einer Mehrwegtasche zu vertreten - wenn man diese auch wirklich mehrfach verwendet. Denn ihre Produktion ist umweltschädlicher als die von Einwegtaschen, so die Experten. Wichtig: Stoffbeutel regelmäßig waschen, damit sie hygienisch bleiben.

- Häkelbeutel für Obst: Loses Obst und Gemüse gibt man im Supermarkt in gesonderte kleine Folienbeutel. Auch die lassen sich ohne Komfortverlust ersetzen. Das Bundeszentrum für Ernährung rät, extra für diese Einkäufe durchsichtige Mehrweg-, Leinen- oder Häkelbeutel mitzunehmen. Damit muss man an der Kasse nicht alle Tomaten einzeln hervorholen.

- Dosen von Wurst: Oft lehnen die Händler es mit Verweis auf Hygieneregelungen ab, Wurst und Käse an der Theke in mitgebrachte Dosen zu füllen. Denn nichts, was der Kunde selbst mitbringt, darf in den Bereich hinter der Theke gelangen. Es gibt aber eine Lösung: Das Bundeszentrum für Ernährung rät, die Dose oben auf der Theke abzustellen, der Verkäufer legt dann die Ware hinein. Alternativ kann man vorschlagen, die geöffnete Mehrweg-Dose auf ein Tablett zu stellen. Nur dieses muss der Verkäufer anfassen, auf die Waage stellen, befüllen und zurückgeben. Der Käufer schließt die Dose wieder selbst.

- Zeichen setzen: Viele Lebensmittel im Supermarkt sind in Plastik verpackt. Wenn es nicht möglich ist, auf unverpackte Lebensmittel oder auf Verpackungen aus Glas, Papier und Karton zurückzugreifen, rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dazu, die Folien bewusst im Laden zurückzulassen. Der Handel müsse dafür entsprechende Sammelboxen zur Verfügung stellen.