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mweltschutz: Hendricks will Agrarsubventionen umverteilen

Erschienen am 18.01.2017
Vor Beginn der Agrarmesse Grüne Woche hat Umweltministerin Barbara Hendricks gefordert, Agrarsubventionen in der EU stärker nach Umwelt-Gesichtspunkten zu verteilen. Ziel sei, dass einerseits die Arbeit der Landwirte fair entlohnt werde, und andererseits Natur und Tiere respektiert würden, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Berlin. Das bedeute für Verbraucher, dass sie einen «angemessenen Preis» für Qualität zahlen müssten.

Die Umweltministerin will deshalb EU-Gelder in einen Topf umleiten, mit dem der Bund gezielt nachhaltige Landwirtschaft fördern kann. Bis zu 15 Prozent der Subventionen dürfen über diese sogenannte zweite Säule verteilt werden, in Deutschland sind es bisher nur 4,5 Prozent.
Das müsse «deutlich mehr» werden, sagte Hendricks an die Adresse von Agrarminister Christian Schmidt.

Der CSU-Politiker erwiderte, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Schutz von Boden, Tieren und Klima. Er sei bereit, über eine «Produktionskomponente» in der Agrarförderung zu reden. Ziel sei es, «die hohe Produktivität besser mit Nachhaltigkeit zu verknüpfen». Die Direktförderungen der sogenannten ersten Säule müssten differenziert werden. Über die Forderung Hendricks, die Größe der Fördertöpfe zu ändern, werde man «zu reden haben».