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Landwirte: Die Milchkrise ist noch nicht ausgestanden

Erschienen am 29.06.2017
Landwirte: Die Milchkrise ist noch nicht ausgestanden Bremen (dpa) - Die Landwirtschaftsbetriebe leiden nach wie vor unter den Verlusten aus der schwersten Milchkrise der letzten Jahrzehnte.
«Diese Krise ist alles andere als ausgestanden», sagte der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL) Niedersachsen, Ottmar Ilchmann, der Deutschen Presse-Agentur.
Deutschlands größte Genossenschaftsmolkerei, das Deutsche Milchkontor (DMK), zahlt derzeit 34 Cent pro Kilogramm. Der Bund der Deutschen Milchviehhalter (BDM) teilte mit, dies liege bei einer Preisspanne von 29 bis 36,5 Cent im Mai im Rahmen der aktuell bezahlten Milcherzeugerpreise in Deutschland.

Davon unabhängig reiche aber das aktuelle Preisniveau maximal zur Deckung der Kosten etwa für Futter, Energie und Lohnkosten, sagte BDM-Sprecher Hans Foldenauer. Die Landwirte könnten damit ihre durch die Krisen entstandenen Verluste nicht ausgleichen, notwendige Investitionen nicht finanzieren und keine Rücklagen bilden. «Insofern ist das Milchpreisniveau nicht fair», kritisierte Foldenauer.

An diesem Donnerstag stellt das DMK seine Bilanz für das vergangene Jahr vor. 2015 lagen der Umsatz bei 4,6 Milliarden Euro und der Jahresüberschuss bei 13 Millionen Euro. Jährlich verarbeitet das DMK
6,7 Milliarden Liter Rohmilch. Mit Wirkung zum Januar 2018 haben aber viele Landwirte ihre Verträge gekündigt. Dabei geht es um ein Volumen von rund 500 Millionen Litern Milch. Die Genossenschaft zählt rund
8300 Milcherzeuger. Zu den DMK-Marken gehören unter anderem Milram und Humana.