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Landvolkpräsident: Tierwohl-Maßnahmen brauchen mehr Zeit

Erschienen am 02.09.2017
Hannover (dpa/lni) - Niedersachsens Landvolkpräsident Werner Hilse hat vor einer Ideologisierung der Diskussion um Tierwohl und Tierschutz in der Nutztierhaltung gewarnt. Manche Forderungen, die Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grünen) erhebe, bräuchten sehr viel mehr Zeit für die Umsetzung, sagte Hilse der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Diese Einsicht gehöre zur Ehrlichkeit dazu, so Hilse.

Die Bauernschaft habe sich stets an den Diskussionen konstruktiv beteiligt, und werde das weiterhin tun. Man müsse aber auch sehen, dass an die Betriebe immer höhere Anforderungen gestellt würden. Für ihre Anstrengungen im Bereich Tierwohl müssten die Landwirte eine entsprechend ausreichende Kompensation erhalten. Das sei aber so noch nicht gegeben.

Meyer will am Mittwoch in Hannover Bilanz ziehen über die Umsetzung des Tierschutzplans. Dabei geht es unter anderem um einen Sachstand bei den Maßnahmen gegen das Schnäbelkürzen bei Legehennen, das Schwanzkupieren bei Schweinen sowie die Strategie gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in Ställen.