Fipronil-Eier: Foodwatch fordert härtere Strafen für Unternehmen - Spiegel Landtechnik GmbH

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Fipronil-Eier: Foodwatch fordert härtere Strafen für Unternehmen

Erschienen am 14.08.2017
Berlin (dpa) - Als Konsequenz aus dem Fipronil-Skandal um belastete Eier fordert Foodwatch schärfere Gesetze und höhere Strafen für Unternehmen. «Hersteller müssen verpflichtet werden, ihre eigenen Produkte umfangreich auf mögliche Gesundheitsrisiken zu testen», heißt es in einem Aktionsplan des Vereins, der der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. «Verstoßen Unternehmen gegen diese oder andere Vorschriften, müssen schadensunabhängige und abschreckend hohe Strafzahlungen drohen.» Im Fall von Straftaten müssten die Unternehmen selbst, nicht allein die handelnden Personen zur Verantwortung gezogen werden.

Zudem fordert Foodwatch mehr Transparenz: Lebensmittelunternehmen müssten die gesamte Lieferkette kennen und dokumentieren. Behörden dürften keine gesundheitsrelevante Informationen vorenthalten, um
wirtschaftliche Interessen zu schützen. «Alle Testergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrolle müssen unter Nennung von Hersteller- und Produktnamen öffentlich gemacht werden», verlang Foodwatch.

«Gammelfleisch, Dioxin und nun Fipronil – viele große Lebensmittelskandale folgen dem gleichen Muster: Erst wird betrogen, dann zu spät informiert und am Ende bleiben wirksame politische Konsequenzen aus», erklärte Lena Blanken von Foodwatch. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) müsse daher höhere Strafen durchsetzen.