Erneut unterdurchschnittliche Frühkartoffelernte erwartet - Spiegel Landtechnik GmbH

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Erneut unterdurchschnittliche Frühkartoffelernte erwartet

Erschienen am 14.08.2017
Erneut unterdurchschnittliche Frühkartoffelernte erwartet Neustadt/Weinstraße (dpa/lrs) - Die Frühkartoffelbauern in der Pfalz und in Rheinhessen haben vermutlich auch in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Ernte eingefahren. Wegen der Fröste im Frühjahr seien schätzungsweise nur 95 000 Tonnen gerodet worden, teilte ein Sprecher der Erzeugergemeinschaft «Pfälzer Grumbeere» nach dem Saisonende am Donnerstag (10. August), dem jährlichen Stichtag, auf Anfrage mit. Die genauen Zahlen würden noch ermittelt. Die durchschnittliche Erntemenge liegt bei rund 100 000 Tonnen. 2016 waren die Bauern nach Starkregen, Hagel und Überschwemmungen sowie anschließender Trockenheit auf 80 800 Tonnen gekommen.

Der späte Frost im April dieses Jahres habe bei einigen Landwirten sogar zu Totalausfällen geführt, berichtete der Sprecher. Andere hätten mit Abdeckungen oder Frostberegnung versucht, der Witterung zu trotzen, was die Produktionskosten in die Höhe getrieben habe. Zugleich machten Importe aus Mittelmeerländern den Erzeugern zu schaffen. Innerhalb kurzer Zeit habe sich der Preis für einen Doppelzentner Frühkartoffeln auf etwa 20 Euro halbiert, wobei Schwankungen möglich seien. Nach Angaben der etwa 300 Mitglieder zählenden Erzeugergemeinschaft bildet die Pfalz mit den angrenzenden Regionen im südlichen Rheinhessen das größte geschlossene Frühkartoffelanbaugebiet Deutschlands.