Blauzungenkrankheit bei Rindern: Teile von NRW im Sperrgebiet - Spiegel Landtechnik GmbH

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Blauzungenkrankheit bei Rindern: Teile von NRW im Sperrgebiet

Erschienen am 20.01.2019
Bergheim/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit bei Rindern in Rheinland-Pfalz ist das Sperrgebiet auf Teile Nordrhein-Westfalens ausgeweitet worden. Das teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Für Viehhalter hat das weitreichende Folgen.

Betroffen seien der Rhein-Erft-Kreis, die Kreise Euskirchen und Düren, die Städteregion Aachen, der Rhein-Sieg-Kreis, die Städte Bonn und Köln sowie teilweise der Kreis Heinsberg. In NRW sei die vor allem für Rinder, Schafe und Ziegen gefährliche Erkrankung bislang nicht ausgebrochen.

Nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises bedeutet das Sperrgebiet für Viehhalter in diesem Bereich mindestens zwei Jahre lang erhebliche Einschränkungen beim Handel und Transport von Tieren. Für Menschen sei die Krankheit ungefährlich, auch Lebensmittel infizierter Tiere könnten ohne Bedenken verzehrt werden.

Die Viruskrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) war Ende vergangener Woche in einem Rinderbestand im Landkreis Trier-Saarburg nachgewiesen worden. Daraufhin wurde ganz Rheinland-Pfalz zum Sperrgebiet erklärt. Das Saarland ist bereits seit dem Ausbruch der Krankheit in einem Betrieb in Baden-Württemberg Mitte Dezember Teil eines Sperrgebietes.

Die Krankheit wird über kleine blutsaugende Mücken von Tier zu Tier übertragen und kann vor allem Schafe, Rinder und Ziegen befallen. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge. Mögliche Verdachtsfälle müssten sofort dem Veterinäramt gemeldet werden, heißt es in der Mitteilung des Rhein-Erft-Kreises. Eine Impfung könne Tiere vor der Erkrankung schützen.