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Bauernverband kritisiert «Panikmache» bei Trinkwasserpreisen

Erschienen am 12.06.2017
Berlin (dpa) - Der Deutsche Bauernverband hat Warnungen vor stark steigenden Trinkwasserpreisen wegen hoher Nitratwerte im Grundwasser kritisiert. «Dies fällt in die Kategorie Panikmache und verunsichert die Verbraucher ungerechtfertigt», sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken. Von einer generellen Verschlechterung der Wasserqualität in Deutschland könne man nicht sprechen. Gerade in Kraft getretene neue Dünge-Beschränkungen und Verbote würden zudem einen signifikanten Beitrag zur Verringerung der Nitrateinträge ins Grundwasser leisten.

Nach einer am Wochenende veröffentlichten Studie des Umweltbundesamts
(UBA) könnte Trinkwasser wegen hoher Nitratwerte im Grundwasser teurer werden. Verbraucher müssten sich darauf einstellen, dass der Preis in belasteten Regionen um bis zu 45 Prozent steigen kann, wenn nicht bald weniger Dünger auf die Felder gebracht werde. Hintergrund sei, dass Wasserversorger dann zu teueren Reinigungs- und Aufbereitungsmethoden greifen müssten.

Die Politik hatte nach jahrelangem Ringen im Frühjahr strengere Düngeregeln beschlossen. Dazu gehören etwa Obergrenzen für Stickstoff in Gebieten mit kritischen Wasserwerten sowie längere Zeiträume, in denen keine Düngemittel ausgebracht werden dürfen.

Krüsken sagte, auch in Regionen mit hoher Viehdichte würden Landwirte bereits ihrer umweltpolitischen Verantwortung gerecht. Er verwies auf Messungen an Trinkwasserentnahmestellen in Niedersachsen.