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Bauernverband: Alle Schüler sollten einmal einen Bauernhof besuchen

Erschienen am 03.05.2017
Maxsain (dpa/lrs) - Sind alle Kühe lila, wachsen Nudeln an Bäumen?
Viele Kinder haben heute wenig Bezug zur Landwirtschaft. Der Besuch eines Bauernhofs sollte daher nach Ansicht des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau verbindlich auf dem Lehrplan an Schulen stehen. Für diesen Praxisunterricht mit dem Melken von Kühen und Taufen von Kälbern biete sich das bundesweite Projekt «Lernort Bauernhof» an, teilte der Verein am Dienstag in Maxsain im Westerwald mit. Dabei erklären Bauern Schülern ihren Arbeitsalltag.

In Rheinland-Pfalz wurde «Lernort Bauernhof» 2008 ins Leben gerufen. Insgesamt haben seitdem schon rund 30 000 Schüler bei 1600 Besuchen dieses Angebot genutzt. An der Gemeinschaftsinitiative von Ministerien, Landwirtschaftskammer und Verbänden nehmen 53 Bauernhöfe in dem Bundesland teil. Mindestens einmal im Jahr müssen sie bei einer Fortbildung mitmachen. Die Bauernhöfe bekommen laut der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz pro Klassenbesuch eine Förderung von 100 Euro sowie eine Entschädigung von den Schülern.